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Blog - Unter die Lupe genommen:  Unterschiede zwischen robusten Tablet-PCs und widerstandsfähigen Klapprechne

Soldaten haben es bei ihren Missionen mit den härtesten nur vorstellbaren Einsatzbedingungen zu tun. Dabei müssen sie jederzeit zu Wasser, an Land oder in der Luft technische oder kommunikative Probleme, aber auch extreme Umwelteinflüsse bewältigen können. Nur wenn ihnen das gelingt, können sie ihre Aufträge erfolgreich ausführen.

Seit jeher bemühen sich Verteidigungsorganisationen um die Entwicklung extrem leistungsfähiger, robuster und zuverlässiger Mobiltechnologien. Denn nur außerordentlich flexible, handliche und leistungsstarke Lösungen sind in der Lage, die hochmobilen Einsatzkräfte im geforderten Rahmen mit Daten, Informationen und Konnektivität zu unterstützen. Militärische Führungskräfte schätzen seit langem den Wert zuverlässiger Echtzeit-Kommunikation und Informationsaustausch zwischen global verteilten Einheiten und Stabsfunktionen für den Erfolg kritischer Missionen. Fazit: Ohne aktuelle Daten geht bei modernen Streitkräften nichts mehr. Die folgenden Beispiele zeigen, wie wichtig ein zuverlässiger Daten- und Informationsaustausch ist, wenn es darum geht,

  • Kampfeinsätze von Luftstreitkräften vom Boden aus zu koordinieren,
  • Friedensmissionen auf unterschiedlichen Kontinenten zu lenken,
  • Bedrohungen schnell zu erkennen und zu eliminieren,
  • militärische Unterstützungsmaßnahmen überall schnell zu realisieren,
  • Budgets zielgerichtet einzusetzen und zu verwalten,
  • Stationierte Truppenmitglieder und deren Familien bestmöglich zu unterstützen und zu schützen,
  • nachrichtendienstlich sensible Informationen zu identifizieren und zu sichern,
  • militärische Pläne und Strategien kommandoübergreifend zu entwickeln und auszuführen.

Militärische Interventionen rund um den Globus sind geprägt von höchster Mobilität und einem rasanten Vorgehen der eingesetzten Einheiten. Für alle Ausrüstungsgegenstände einschließlich der verwendeten IT-Infrastruktur bedeutet dies extremste Belastung, da für schonende Behandlung beim besten Willen keine Chance besteht. Gleichzeitig müssen die mobilen Computer ein gigantisches Volumen an Daten sicher und in Echtzeit übermitteln können. Für diese schwierige Aufgabe kommen nur von Grund auf robust konstruierte Tablet-PCs, Laptops und Notebooks in Frage.

Obwohl alle der oben genannten Geräte nach dem militärischen QualitätsstandardMIL-STD-810G zertifiziert sind, ist nur eine Lösung wirklich mobil. Damit meine ich, dass nur ein Gerätetyp tatsächlich in der Lage ist, die kämpfende Einheit sprichwörtlich auf Schritt und Tritt zu unterstützen. Uneingeschränkt durch Umweltbedingungen und ohne dabei den Soldaten durch noch mehr Gewicht und ein großes Gehäuse zu belasten. Nur ein für militärische Zwecke konzipiertes Tablet kann die extremen Anforderungen erfüllen, mit denen Einsatzkräfte rund um den Globus tagtäglich konfrontiert werden und das Risiko von Kommunikationspannen und Datenverlust minimieren.

Xplore Rugged Tablet Mobility for Military

Ungeachtet seiner nachweislichen Vorzüge hält sich hartnäckig das Vorurteil, aufklappbare Rechner wären robuster, leistungsfähiger und zuverlässiger als robuste Tablet-PCs für den militärischen Einsatz. Der Streitpunkt bei dieser Auseinandersetzung ist zweifellos der Bildschirm. Dabei führen Verfechter des Klapprechners gerne das Argument ins Feld, dass das Display von aufklappbaren Laptops oder Notebooks besser vor Beschädigungen geschützt ist als die offenliegenden Bildschirme von Tablet-PCs. Dieses Argument lässt sich mit ein paar gut nachprüfbaren Fakten widerlegen:

  • Die Geräteart gibt nicht zwingend Auskunft über die tatsächliche Widerstandsfähigkeit eines mobilen PCs. Die Robustheit einer Lösung wird einzig und allein durch gründliche Tests, wohldefinierte Industriestandards und strenge Zertifizierungsverfahren erkennbar. Ein gemäß MIL-STD-810G zertifiziertes robustes Tablet weist genau die gleichen technischen Daten und Sicherheitsparameter (IP Ratings) gegen Umwelteinflüsse auf wie ein vergleichbares Klapp-Notebook. Damit sind beide Geräte für den gleichen Einsatzbereich konzipiert und sollten dort entsprechend vergleichbare Leistungen erbringen. Wenn nun die Datenblätter sowohl eines Tablets als auch eines Laptops deren Konformität in Bezug auf Standards wie MIL-STD-810G und IP67 belegen, müssen beide Lösungen auch den gleichen Belastungen standhalten. Dabei darf es zum Beispiel keine Rolle spielen, ob der Bildschirm beim Sturz aus einer bestimmten Höhe offen liegt, oder von der Tastatur verdeckt wird. Überstehen müssen den Sturz beide Geräte - ungeachtet ihrer Bauweise.

Die Displays von robusten Tablets bestehen aus extrem langlebigem Corning® Gorilla® Glass oder einem ähnlichen chemisch gehärteten Glas. Dies ist bei normalen Geräten und sogar bei vielen aufklappbaren Modellen nicht der Fall. Die Glasdisplays robuster Tablets sind nicht nur dank ihrer speziellen chemischen Behandlung weniger anfällig für Stürze und Beschädigungen, sie sind auch wesentlich dicker als herkömmliche Glasbildschirme. Selbst wenn andere robuste Lösungen wie Laptops oder Notebooks die gleiche bruchsichere Display-Technologie verwenden, sind die Bildschirme der meisten robuster Tablets immer noch aus mehreren Glasschichten aufgebaut. Daher ist das Maß der Stabilität nicht notwendigerweise vergleichbar.

  • Mit diesen Informationen im Hinterkopf könnte man immer noch behaupten, klappbare robuste Mobilcomputer wären ebenso widerstandsfähig wie robuste Tablets. Nur eben aus anderen Gründen. Sicherlich lässt sich der Bildschirm eines Laptops und Notebooks kompakt und schützend über die Tastatur klappen. Aber diese zusammengeklappte Position gewährleistet keinen größeren Schutz des Displays oder anderer Geräteteile als das speziell entwickelte, chemisch gehärtete Display eines robusten Tablet-PCs. Dieses ist jedoch rundum versiegelt und so unempfindlich für Staub und Feuchtigkeit; selbst das tägliche Untertauchen in einem Behälter mit Desinfektionslösung kann ihm nichts anhaben, ebenso wenig wie Verschmutzung durch Schmierfett, Treibstoff und andere Flüssigkeiten. Sie sehen worauf ich hinaus will: Eine klappbare Bauweise gewährleistet nicht automatisch, dass Staub, Sand und Feuchtigkeit nicht ihren Weg zwischen Display und Tastatur hindurch finden - selbst in geschlossenem oder gar verstautem Zustand! Klar kann man es mit einem robusten Gehäuse als Zubehör versuchen, aber lassen Sie sich damit nicht in der Wüste von einem Sandsturm erwischen. Und wie sieht es mit Stürzen aus oder mit schweren Gegenständen, die auf das Gehäuse fallen könnten? Ein Klapprechner ist nicht immer komplett geschlossen. Wenn Sie einen Laptop fallen lassen, dessen Bildschirm nicht zugeklappt ist, kann dies schwere Schäden verursachen. Das gleiche gilt für schwere Gegenstände, die unsanft auf das Gehäuse treffen: Sie können neben dem Bildschirm auch die Tastatur und interne Bauteile beschädigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gerät geschlossen oder aufgeklappt war.

  • Nur robuste Tablet-PCs sind wirklich in der Lage, alle im Verteidigungssektor geforderten Kriterien in Sachen Datenverarbeitung, aber auch bezüglich Mobilität und Workflow-Performance ohne Einschränkungen zu erfüllen. Viele Laptops und Notebooks sind nicht ausreichend gegen das Eindringen von Staub, korrosivem Salznebel sowie Flüssigkeiten und Chemikalien abgedichtet. Gleichzeitig stellt ihre geringe Widerstandsfähigkeit gegen Erschütterungen ein großes Problem dar. Aus diesem Grund greifen immer mehr Streitkräfte zu den wesentlich robusteren und zuverlässigen Tablet-PCs. Klappbare Notebooks und Laptops sind auch zu unhandlich, um sie auf Patrouillen und andere Missionen mitzunehmen. Stattdessen bleiben sie im Zelt oder dem Fahrzeug, was ebenfalls ein Sicherheitsrisiko darstellt, sollte es dort in die Hände des Konfliktgegners gelangen. Das erwünschte Multitasking, also das Durchführen des Auftrags und der gleichzeitige Austausch mit der Kommandozentrale, ist mit Klappgeräten schwierig. Selbst wenn alle internen Komponenten zwischen dem Tablet und dem Clamshell-Formfaktor identisch wären, so benötigen selbst robuste Laptops und Notebooks für den Transport dennoch den zusätzlichen Schutz eines robusten Transportfutterals. Doch diese Variante bietet nur eine trügerische Sicherheit, da kein noch so robustes Zubehör eine speziell auf Stürze und Erschütterungen hin ausgelegte Bauweise mit SSD-Festplatte und anderen robusten Bauelementen ersetzen kann.

Kurz gesagt können sich militärische Entscheidungsträger sicher sein, dass robuste Tablets mindestens den gleichen Schutz bieten wie ein ebenso gemäß MIL-STD-810G und IP-zertifiziertes Laptop oder Notebook. Die eigentliche Frage ist: Wie unterscheiden sich langfristig die Gesamtbetriebskosten hinsichtlich Preis, Leistung und Zuverlässigkeit. Davon wird es schlussendlich abhängen, welche Lösung für welche militärische Aufgabe eingesetzt wird.

Mit diesem Leitfaden möchte ich Ihnen dabei helfen, die richtigen Fragen bei der Auswahl der für Sie wirklich geeigneten Mobillösung zu stellen. Leitfaden herunterladen

Laden Sie den Leitfaden hier herunter und erfahren Sie, was Lösungsarchitekt Bob Ashenbrenner noch zu diesem Thema zu sagen hat.