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Gastkommentar: Tappen Sie nicht in die “Industrie 4.0” Technologie-Falle!

Modern Material Handling

Hinweis: Der folgende Beitrag von Mark Holleran, President und COO von Xplore Technologies, wurde als Gastkommentar in der Rubrik "Other Voices" der US-Fachzeitschrift Modern Material Handling veröffentlicht. Die Serie widmet sich den Ideen, Meinungen und Erfahrungen von Endanwendern, Analysten, Systemintegratoren und OEMs.


In Lagerhaltung und Versand gibt es nur eine Konstante: den ununterbrochenen Wandel. Ständig verändern sich Marktbedingungen, Produktionsabläufe und Lieferfristen sowie Lagerbestände und Einkaufsbedingungen. Diese ohnehin anspruchsvollen Bedingungen für IT-Verantwortliche werden durch den Übergang zu Industrie 4.0-Architekturen oder dem Internet der Dinge (IoT) weiter verschärft.

VDC Research

Viele Unternehmen stellen sich immer noch die Frage nach dem ROI digitaler Innovationen wie Cloud Computing und prädiktiver Analytik. Dabei gehört Mobilität in der Datenverarbeitung zu den zentralen Kriterien für erfolgreiche Geschäftsprozesse. In der Tat bestätigen laut VDC Research 85 Prozent der Hersteller, dass für sie mobile Lösungen in diesem Jahr wichtiger sind als je zuvor. Denn mobile Tools wie robuste Tablets sind ideal dafür geeignet, Daten in Echtzeit zwischen den Mitarbeitern in der Fertigung oder dem Verkauf und den zentralen ERP- und Lagerverwaltungssystemen (WMS) auszutauschen. Dies erleichtert die Planung und bietet stets einen zuverlässigen Überblick über den Warenbestand oder den Projektfortschritt. Sie sind auch der beste Weg, um Daten oder Aufträge an mobile Mitarbeiter zu übermitteln.

Mit anderen Worten: Mobile Computer sind eine wesentliche Voraussetzung, um die Herausforderungen von Industrie 4.0 angesichts rasch wechselnder Marktbedingungen, zunehmender Konkurrenz und immer unterschiedlicherer Kundenanforderungen zu bestehen. Aber genau wie reine Kalorienangaben keinen echten Hinweis auf den Nährwert eines Lebensmittels liefern, sind Marketingfloskeln wie "robust" oder gar "mobil" kein valider Indikator für die tatsächliche Eignung eines Computers.

Warum “Best in Class” immer die bessere Wahl ist und warum dieser Ansatz nicht unbedingt mehr kostet?

Auf den ersten Blick mag es leichter sein, die gesamte mobile IT-Infrastruktur auf den Lösungspaketen eines Anbieters aufzubauen. Dies ist bei knappen Budgets und begrenzten IT-Ressourcen die gängige Vorgehensweise. Diese vorkonfigurierten Pakete umfassen in der Regel die notwendige Hardware, Software sowie Zubehör und Sicherheitskomponenten. Dank Plug-and-Play können sie ohne großen Integrationsaufwand sofort eingesetzt werden. Was sich zunächst effizient und günstig anhört, birgt jedoch langfristige Risiken, wenn folgende Fragen nicht beantwortet werden können: Wie einfach und sicher lässt sich die Lösung an Veränderungen anpassen? Wird sie auch in weiterer Zukunft die Performance-Bedürfnisse des Unternehmens erfüllen können? Wie langlebig, kompatibel und skalierbar sind die Produkte? Wenn es auf diese Fragen keine klaren Antworten gibt, sind lästige Kompromisse und teure Nachbesserungen meist vorprogrammiert.

Im Gegensatz dazu kann eine maßgeschneiderte Lösung aus den besten Mobile Computing-Produkten ihrer Klasse eine flexible und zukunftssichere Grundlage bieten. Diese lässt sich auch langfristig an die regelmäßig anfallenden operativen Veränderungen anpassen und gewährleistet so eine hohe Lebensdauer der Geräte.

Best-in-Class Mobile Computing Platform

Sie werden mir sicher zustimmen, wenn ich behaupte, dass sich die Arbeitsabläufe in Ihrem Unternehmen von denen Ihrer Wettbewerber unterscheiden. Gleichzeitig werden Sie die von Ihnen eingesetzten Lösungen ständig weiter verfeinern und erweitern. Best-in-Class-Lösungen sind dafür gemacht, um sich bedarfsgerecht auf die individuellen Anforderungen Ihrer Teams anpassen zu lassen. Bei der Integration unserer Lösungen legen wir größten Wert darauf, dass Arbeitsabläufe und Mitarbeiter nicht durch Änderungen oder Unterbrechungen gestört werden. Kurz: Obwohl Paketangebote auf den ersten Blick mehr Technik für weniger Geld bieten, bedeutet das noch lange nicht, dass Ihre Mitarbeiter damit auch wirklich besser arbeiten können. Wichtiger noch ist der Blick auf die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership). Prüfen Sie daher vor einer Investition gründlich, mit welchem Ansatz Sie Ihre mobilen Mitarbeiter und Ihre Arbeitsabläufe am wirkungsvollsten unterstützen können.

Eine maßgeschneiderte Lösung verschafft Ihnen zudem eine klare Vorstellung davon, was für Ihr Team am wichtigsten ist – beispielsweise spezielle Software-, Sicherheits- oder Steuerungsfunktionen. Gleichzeitig erhalten Sie exakt die Werkzeuge, die Sie für Ihre Aufgaben benötigen und sparen sich die zusätzlichen Kosten für Tools, die Sie nie nutzen werden.

Lassen Sie uns als nächstes die Mitarbeiter betrachten, die Tag für Tag mit diesen mobilen Lösungen arbeiten werden. Mobile Endgeräte werden entwickelt, um die Effizienz Ihrer Belegschaft zu steigern. Aber seien wir ehrlich: Ihre Teams sind bis über den Kopf damit ausgelastet, den Betrieb am Laufen zu halten. Für die Einarbeitung in neue unbekannte Systeme und komplexe Geräte bleibt weder Zeit noch Energie. Um den ganzen Arbeitstag über verwertbare Daten in Echtzeit liefern zu können, brauchen Sie daher einen vielseitigen und mobilen PC, der sich nahtlos in den aktuellen Workflow integrieren lässt. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob ihre Mitarbeiter zu Fuß oder auf einem Gabelstapler unterwegs sind.

VDC Research verzeichnet eine stark wachsende Nachfrage nach intuitiv bedienbaren und leicht verständlichen Mobillösungen in der Logistikbranche und Warenhaltung. Der Grund hierfür ist der rapide technische Wandel in diesen Branchen. Dieser geht mit anhaltendem Druck für eine schnellere, transparentere und vor allem mobilere Arbeitsweise einher. Hier begründet sich letztlich auch der Zwang zu Investitionen in mobile Technologien. Sie alleine bieten die Chance, mit den sich rasch verändernden Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette Schritt zu halten, ohne Abstriche in punkto Qualität machen zu müssen. Gleichzeitig wäre es kontraproduktiv, in Hardware zu investieren, die sich nicht positiv auf Ihre Key Performance Indicators (KPIs) auswirken. Schließlich wollen Sie nicht Zeit oder Geld für eine Technologie aufwenden, die bewährte Arbeitsabläufe ins Stocken bringt und durch zusätzliche Ausfallzeiten Kosten verursacht. Robuste mobile Endgeräte hingegen sorgen bei Ihrer Belegschaft für einen stets perfekten Informationsstand. Diese vollständige Vernetzung wirkt sich durchgängig in allen Arbeitsabläufen positiv auf die Qualität und Effizienz aus, da notwendige Informationen oder aktuelle Anweisungen stets zur Hand sind. 

Industry 4.0 Warehouse

Ich bin überzeugt: Um ein Warenlager aufzubauen, das für die mit Industrie 4.0 / IoT einhergehenden ständigen Veränderungen gerüstet ist, führt an der Investition in Mobile Computing-Lösungen kein Weg vorbei. Dabei muss die gewählte Technologie anpassungsfähig genug sein, um den Schritt vom herkömmlichen zum vollkommen digitalen Supply Chain-Management mitzugehen. Intuitiv zu bedienende mobile PCs für Ihre Mitarbeiter tragen vom ersten Tag an entscheidend dazu bei, Arbeitskraft, Zeit und Geld im digitalen Warenlager einzusparen.

Bringen Sie Ihre Lieferkette auf Kurs – zuverlässig und unterbrechungsfrei